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Säure im Wein: Was steckt dahinter – und welcher Wein ist für dich der richtige?

"Hat der Wein viel Säure?" – Diese Frage hören wir von unseren Gästen in der der VinoLoggia sehr oft. Und sie ist absolut berechtigt, denn Säure ist für viele Menschen ein entscheidender Faktor beim Weingenuss. Manche lieben die lebhafte Frische, andere vertragen sie schlecht oder mögen sie einfach nicht.

In diesem Artikel erklären wir euch was Säure im Wein eigentlich bedeutet, wie ihr säurereiche von säurearmen Weinen unterscheidet – und welche unserer Weine in der VinoLoggia auch für säureempfindliche Gäste geeignet sind.


Was ist Säure im Wein überhaupt?


Säure ist ein natürlicher Bestandteil jedes Weins – sie entsteht in der Weintraube während der Reife und ist für die Frische und Haltbarkeit des Weins unverzichtbar. Ohne Säure würde Wein flach und leblos schmecken.


Im Wein gibt es verschiedene Säurearten:

Weinsäure – die häufigste Säure in Trauben, stabil und dominant

Äpfelsäure – frisch und grünapfelig, wird oft durch Gärung abgebaut (malolaktische Gärung)

Milchsäure – entsteht durch die malolaktische Gärung, weicher und cremiger als Äpfelsäure

Zitronensäure – in kleinen Mengen, gibt Frische und Lebendigkeit

 

Gemessen wird die Gesamtsäure in Gramm pro Liter (g/l). Je höher der Wert, desto saurer schmeckt der Wein.


Die Säure-Skala: Von weich bis lebhaft


Niveau

g/l

Wie schmeckt das?

Typische Rebsorten

Verträglichkeit

Sehr niedrig

unter 4,5 g/l

Weich, fast flach, wenig Frische

Viognier, manche Chardonnay

Sehr gut verträglich

Niedrig

4,5 – 5,5 g/l

Rund, samtig, angenehm weich

Grauburgunder, Weißburgunder, Blanc de Blanc

Gut verträglich

Mittel

5,5 – 6,5 g/l

Ausgewogen, frisch, belebend

Silvaner, Lugana, Chardonnay

Meist gut verträglich

Hoch

6,5 – 8 g/l

Deutlich spürbar, lebhaft, mundfüllend

Riesling, Scheurebe,

Kann problematisch sein

Sehr hoch

über 8 g/l

Intensiv, scharf, sehr belebend

Champagner

Häufig problematisch

Hinweis: Diese Richtwerte gelten für trockene Weißweine. Rotweine haben in der Regel eine etwas niedrigere wahrgenommene Säure, da Tannine das Geschmacksbild prägen.

 

Leckere Weine in der VinoLoggia
Leckere Weine in der VinoLoggia

Warum vertragen manche Menschen Säure im Wein schlecht?


Das ist häufiger als man denkt. Es gibt verschiedene Gründe warum Säure im Wein Probleme bereiten kann:


Magensensibilität

Menschen mit empfindlichem Magen oder Sodbrennen reagieren auf säurereiche Weine mit Beschwerden. Die Weinsäure und Äpfelsäure reizen die Magenschleimhaut. Für diese Gäste sind Weine mit niedrigem Säuregehalt und cremiger Textur am besten geeignet.


Zahnschmelzempfindlichkeit

Sehr säurereiche Weine können bei empfindlichen Zähnen ein unangenehmes Gefühl auslösen. Das ist kein Zeichen von schlechtem Wein – sondern einfach eine Frage der persönlichen Verträglichkeit.


Geschmackspräferenz

Viele Menschen empfinden hohe Säure schlicht als unangenehm – sie mögen Weine lieber rund, weich und gefällig.


Was beeinflusst den Säuregehalt im Wein?

Der Säuregehalt hängt von mehreren Faktoren ab – das erklärt warum derselbe Winzer in zwei Jahrgängen sehr unterschiedliche Säurewerte haben kann:


  • Klima und Jahrgang: Kühlere Jahre = mehr Säure, wärmere Jahre = weniger Säure. Franken 2024 war warm – die Weine haben tendenziell etwas weniger Säure als in kühleren Jahren.

  • Rebsorte: Riesling und Scheurebe sind von Natur aus säurebetont. Weißburgunder und Grauburgunder haben deutlich weniger Säure.

  • Ausbau: Weine die im Holzfass ausgebaut werden oder eine malolaktische Gärung durchlaufen haben oft weniger wahrnehmbare Säure – die Milchsäure ist weicher als Äpfelsäure.

  • Restzucker: Ein kleiner Hauch Restzucker (auch bei 'trocken' deklarierten Weinen bis 4 g/l erlaubt) kann die Säure weicher wirken lassen.

 

Unsere Vinologgia-Weine im Säure-Check


Hier haben wir unsere aktuellen Weine für euch eingeordnet. Die Werte sind rebsortentypische Richtwerte – die genauen Zahlen der jeweiligen Jahrgänge erfragen wir direkt bei den Weingütern und ergänzen sie hier sobald verfügbar.


 

Wein

Weingut

Säure

Richtwert

Empfehlung

2024 Blanc de Blanc trocken

Weißburgunder-Basis

Zur Schwane

Niedrig

ca. 5–5,5 g/l

Ideal für säureempfindliche Gäste

2024 Weißburgunder 'Fünf Freunde'

Weißburgunder

Zur Schwane

Niedrig

ca. 5–5,5 g/l

Cremig, rund – sehr gut verträglich

2023 Volkach Scheurebe trocken

Scheurebe

Zur Schwane

Hoch

ca. 7–8 g/l

Nicht für säureempfindliche Gäste

2022 Blanc de Blanc 'Alte Reben'

Weißburgunder

Hans Wirsching

Mittel

ca. 5,5–6 g/l

Gut ausgewogen, meist verträglich

2024 Iphofer K Silvaner trocken

Silvaner

Hans Wirsching

Mittel

ca. 5,5–6,5 g/l

Fränkische Mineralität, meist verträglich

Lugana Pilandro

Italien

Mittel

ca. 6–6,5 g/l

Frisch aber ausgewogen


Unser Tipp für säureempfindliche Gäste

Wenn ihr wisst dass ihr empfindlich auf Säure reagiert – sagt es uns einfach wenn ihr bei uns seid. Wir empfehlen euch dann gezielt den Weißburgunder 'Fünf Freunde' oder den Blanc de Blanc von Zur Schwane. Beide sind cremig, rund und sehr gut verträglich. Ihr könnt auch gerne erst ein Glas probieren bevor ihr einen ganzen Karton mitnehmt – genau dafür sind wir da!



Unsere Rotweine im Säure-Check

Gute Nachricht für Rotwein-Liebhaber: Rotweine wirken in der Regel weicher als Weißweine, weil die Tannine die Säure überdecken. Trotzdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Weinen – hier die Übersicht:


Wein

Herkunft / Weingut

Säure

Wert

Empfehlung

Zolla Primitivo di Manduria

Primitivo

Puglia, Italien

Niedrig

5,0 g/l

Sehr gut verträglich – weich und samtig

Tank No. 32

Bitte ergänzen




Analysedaten beim Produzenten anfragen

Tank No. 26

Bitte ergänzen




Analysedaten beim Produzenten anfragen

Chianti Classico

Sangiovese

Toskana, Italien

Mittel

ca. 5,8 g/l

Meist gut verträglich – typische Tannin-Struktur

Mea Culpa

Bitte ergänzen




Analysedaten beim Produzenten anfragen

Ripassa Valpolicella Zenato 2020

Corvina, Rondinella

Venetien, Italien

Hoch

6,9 g/l

Für säureempfindliche Gäste mit Vorsicht

Don Mannarone Rosso Terre 2021





Analysedaten beim Produzenten anfragen

TALOSA Vino Nobile di Montepulciano 2020

Prugnolo Gentile

Toskana, Italien

Mittel

5,6 g/l

Ausgewogen – meist gut verträglich


Unser Tipp für säureempfindliche Rotwein-Gäste

Der Zolla Primitivo di Manduria ist mit 5,0 g/l unser säureärmster Rotwein – samtig, weich, vollmundig. Ideal wenn ihr wisst dass ihr empfindlich reagiert. Der Ripassa Valpolicella Zenato dagegen ist charaktervoll und komplex, aber mit 6,9 g/l eher für Gäste ohne Säureempfindlichkeit.


Fazit:

Säure im Wein ist weder gut noch schlecht. Sie ist ein stilistisches Merkmal das zum persönlichen Geschmack passen muss. In der VinoLoggia findet ihr Weine für jeden Gaumen – von weich und rund bis lebendig und frisch.

Kommt vorbei, sagt uns einfach ob ihr empfindlich auf Säure reagiert – wir finden gemeinsam euren Wein. Und nehmt ihn dann gleich als Karton mit nach Hause.

 
 
 

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